Mein Name ist Martin G. und ich muss gestehen, dass ich bereits seit über 20 Jahren meine Leidenschaft für das Handwerk, die Werkstatt und die Aufarbeitung alter Schätze lebe und genieße. Baujahr 83, habe ich bereits als Achtjähriger mit riesiger Begeisterung Flugmodellbau betrieben und den Hang zum Handwerk, natürlich 'handmade', für mich entdeckt. 

Doch das ist nicht alles, denn während meiner Ausbildungsjahre zum Maschinenschlosser konnte ich der Neigung zum Handwerk mit zwei meiner besten Freunde in einer Garagenwerkstatt nachgehen, in welcher wir in jungen Jahren mit Herz und Hingabe alte Vespas restauriert haben. Schon zu dieser Zeit habe ich Literatur zu den Themen Restauration von Oldtimern und alten Zweiräder wahrlich verschlungen, sodass ich mir durch diese Lektüre fundierte Kenntnisse aneignen konnte. Man kann sagen, dass ich ein passionierter Schrauber bin! 

 

Während meiner Studienzeit habe ich meine erste Stehleuchte gebaut. Damals habe ich nach einer individuellen und dekorativen Leuchte gesucht und schnell feststellen müssen, dass es einen Eigenbau benötigt, um mich zufriedenzustellen. Ich begann also auf eigener Faust mit der Recherche: Eine bildhübsche, patinierte Vintage-Ankerleuchte aus der Schifffahrt und ein Holzstativ habe ich seinerzeit miteinander kombiniert. Zu wissen ist, dass Begriffe wie Tripodlampe oder Stativlampe im Jahre 2009 noch recht unbekannt gewesen sind, weshalb das Design dieser individuell und persönlich zusammengestellten Lampe nicht nur bei meinen Besuchern von sich Reden machte. Schließlich haben mich meine Bekannten dazu überredet, meine erste Leuchte zum Verkauf anzubieten, nicht nur, um den Erfolg außerhalb des begeisterten Freundeskreises zu testen. Heute steht ebendiese Leuchte in einem Frankfurter Nobelrestaurant!

 

Nun hatte mein Herzstück den Besitzer gewechselt, so musste eine neue Leuchte für das Eigenheim her. Weitere Recherchen begannen und festigten meinen Grundschatz. Mit dem Interesse an der Restauration und der damit verbunden Geschichte, dem täglichen Berührungspunkt der Industrie oder Fabrikarbeit, keimte in mir der Gedanke, wieder eine eigene Werkstatt zu betreiben. Kurz nach der Beendigung des Studiums kaufte ich eine Werkbank und ebenfalls die erste eigene Drehbank, mit der ich Adapterstücke für die Verbindung zwischen Leuchtkörper und Stativ selber herstellen konnte. So ist es mir gelungen, über die letzten Jahre wunderschöne Einzelstücke wieder aufleben zu lassen. Die Werkstatt wuchs und wuchs, das Feedback der Kunden ist stets mehr als positiv!

Heute betreibe ich die  Vintagewerke unter dem Gesichtspunkt, Arbeitszeit und Kosten nur zweitrangig zu betrachten. Viel mehr habe ich die Ambition, Zeitgeschichte und Design so zu vereinen, dass zeitlose Unikate die Nachhaltigkeit fördern.